SCHWUSOS Bund: Hamburger Programm - Kurzfassung

Freiheit und Gerechtigkeit - Solidarität und Vielfalt

Auch fünf Jahre nach Einführung des Lebenspartnerschaftsgesetzes  ist es für große Teile der Gesellschaft noch immer keine Selbstverständlichkeit, dass das homosexuelle Zusammenleben auch Familie bedeutet, dass diese Paare Verantwortung füreinander und für Kinder übernehmen. Die Akzeptanz homosexuell lebender Menschen ist nicht nur eine Frage der Gesetzgebung. Vielmehr muss darauf hingewirkt werden, dass diese Lebensweisen durch die Gesellschaft anerkannt und akzeptiert werden. Der Arbeitskreis der Lesben und Schwulen in der SPD (SCHWUSOS) verfolgt eben diese Ziele.(weiterlesen)

Ihm gehören homosexuelle Frauen und Männer, Bisexuelle und Transgender aus der SPD sowie Interessierte, die sich den sozialdemokratischen Idealen verbunden fühlen an. Wir kämpfen für die Emanzipation und Gleichbehandlung lesbischer, schwuler, bi- und transsexueller Lebensformen in allen Bereichen des Lebens.

Bildung

Bildung befähigt zu Demokratie und sozialer Verantwortung. Grundlage dafür ist ein ganzheitlicher Bildungsansatz, der die Normalität und die Vielfalt des Zusammenlebens vermittelt. Deshalb fordern wir:

Homosexualität im Alter

Lesben, Schwule, Transgender und Bisexuelle müssen auch im Alter ihre sexuelle Identität in Würde leben können. Wir wollen ein Miteinander der Generationen in der lesbisch-schwulen Community.

Gesundheit

Unterschiede im Hinblick auf den sozialen Status, die kulturelle Identität, das Geschlecht, Alter, Behinderungen und die sexuelle Orientierung (Diversität) müssen in Zukunft im Bereich der Gesundheitsförderung stärker berücksichtigt werden. Deshalb fordern wir:

Ehe und Familie

Gleichgeschlechtliche Paare müssen Verantwortung füreinander übernehmen können. Sie haben die gleichen Pfl ichten wie in einer Ehe – nun müssen sie auch die gleichen Rechte haben! Deshalb fordern wir:

Diversity und Antidiskriminierung

Die Instrumente des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes wollen wir für jeden einzelnen, der Diskriminierung erfährt, sichtbar und nutzbar machen. Wir verstehen uns als ein Forum für die Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine offene und diskriminierungsfreie Gesellschaft einsetzen. Deshalb fordern wir:

Transsexuellengesetz

Wir fordern eine grundlegende Reform des TSG, so dass u.a. Transgender ihren Personenstand
ändern können, ohne dass sie sich einer »Geschlechtsumwandlung« unterziehen müssen und Vereinfachungen bei der Vornamensänderung bestehen.

Kirchen und Glaubensgemeinschaften

Wir erkennen den Wert der Kirchen und der Glaubensgemeinschaften in Deutschland an und schätzen deren soziales und karitatives Engagement in unterschiedlichen Bereichen. Dennoch sehen wir auch das Spannungsfeld Kirche und Homosexualität. Deshalb fordern wir:

Internationales

Als Arbeitskreis Lesben und Schwule in der SPD sehen wir uns in der Solidarität mit allen homo-, bisexuellen und transgender Menschen weltweit. Deshalb fordern wir:

Gewalt gegen Lesben und Schwule

Gewalt gegen Lesben und Schwule findet leider immer noch statt. Deshalb fordern wir:


Hamburger Programm in der Langfassung beschlossen im August 2008


Weitere Infos
SPD Deutschland
Willy-Brandt-Haus
Wilhelmstraße 141
D-10963 Berlin
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www.schwusos.de

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