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Thematisierung von Rassismus und Nationalismus ist wichtig

(gayBrandenburg - communityTicker) Die Landesarbeitsgruppe der LINKE.queer begrüßt die Thematisierung von Rassismus und Nationalismus durch die Philosophin Judith Butler auf der Bühne des Berliner CSD. Auch wir haben immer wieder angemahnt, die Themenfelder kulturelle und sexuelle Vielfalt miteinander zu verknüpfen, statt sie gegeneinander in Stellung zu bringen. Doch unverständlich bleibt uns, weshalb Butler dem Berliner CSD e.V. vorwirft, dass Mitveranstalter Rassismus betrieben hätten, da uns keine rassistische Äußerungen des Berliner CSD e.V. bekannt sind und es keine weiteren Veranstalter gibt. (weiterlesen)

 


Wir begrüßen es, dass der Berliner CSD e.V. die von Butler nicht gewollten Flugkosten in Höhe von 1.400 zu gleichen Teilen an die von Butler benannten Gruppen Reach Out, Suspect, LesMigras und Gladt weiterreicht und sich mit den Gruppen zu Gesprächen trifft. Wir hoffen, dass hiermit ein fairer Diskussionsprozess eingeleitet wird, der mittel- und langfristig die kulturelle UND sexuelle Vielfalt stärkt. Die LINKE.queer wird sich an diesem Prozess beteiligen und sich vor allem im Vorfeld des nächsten CSD/TCSD um den gemeinsamen Dialog und bessere Solidarität zwischen den Community-Akteurinnen bemühen.
Dass dies notwendig ist, zeigen die zahlreichen Überfälle, welche erneut im Umfeld der Pride Week geschehen sind. Es braucht die gesamte queere Community, um sich der Hassgewalt in unserer Stadt entgegenstellen zu können. Deshalb rufen wir zu einer breiten Beteiligung an der Mahnwache gegen Homophobie und Transphobie des LSVD und von Maneo auf.

Zeit: 2. Juli 2010 um 19 Uhr
Ort: Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain Am Friedrichshain, 10249 Berlin

Terence Freibier
Landessprecher LINKE.queer Berlin-Brandenburg

Text: PM Die Linke AG Queer