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Leckt mich, Motherfuckers!

[Indianapolis] Mit einem triumphalen Einzug auf den Schultern einer Armee römischer Soldaten und selbst als eine Art Mischung aus Kleopatra und Asterix, sowie später als Cheerleader-Girl verkleidet meldete sich Pop-Star Madonna in der Halbzeitpause des diesjährigen "Super Bowl" pompös zurück. Das Endspiel in der höchsten Nationalen Liga der USA im American Football ist in etwa vergleichbar mit der Fußball-Europa-Meisterschaft. Nach diversen Adoptionen und Schulgründungsversuchen in Afrika, ihrer Scheidung von Regisseur Guy Richie und ihrem aktuellen "Golden Globe"-gekrönten Filmprojekt "W.E." hatten ihr musikalisch zuletzt zunehmend jüngere Künstlerinnen wie Katy Perry und Lady Gaga das Wasser abgegraben. Das größte US-Sport- und TV-Ereignis der USA mit ca. 180 Millionen Zuschauern bot ihr daher nun die ideale Bühne, ihren Ruf zu verteidigen. Doch auch wem beim Begriff "Super Bowl" zuerst verpatzte Nationalhymnen (Christina Aguilera) oder Busenblitzer (Janet Jackson) einfallen, wurde nicht enttäuscht: Madonnas Support-Sängerin M.I.A. streckte mit den Worten "I don´t give a shit" (Leckt mich am Arsch) den Mittelfinger in die Kamera - Amerika tobte. _Martin Bach