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Schwuler Priestermord gab Rätsel auf

[Bogota (Kolumbien)] Als die Leichen von Rafael Reatiga, 35, und Richard Piffano, 37, ihres Zeichens römisch-katholische Priester in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota, im vergangenen Jahr tot aufgefunden wurden, dachten alle an einen Raubüberfall. Sie waren erschossen worden. Doch von wem? Und warum? - erst in dieser Woche lichteten sich die Fragezeichen über dem Fall. Staatsanwalt Ann Patricia erklärte, die beiden Männer hätten Auftragskiller angeheuert, um sich umbringen zu lassen. Für umgerechnet 6.000 Euro, wie die "Daily Mail" berichtet. Die Hälfte der Summe hatte Reatiga noch am Tag seines Todes abgehoben. Der Grund: die beiden schwulen Geistlichen hatten sich mit HIV angesteckt, einer der beiden litt zuvor bereits an Syphilis, so Chefermittlerin Martina Gonzales. Die Polizei war den Mördern auf die Spur gekommen, nachdem auf dem Handy eines der Gang-Mitglieder während einer Hausdurchsuchung Anrufe des Priesters entdeckt wurden. Zwei der mutmaßlich vier Täter stehen nun vor Gericht, die übrigen befinden sich noch auf freiem Fuß. _Martin Bach/GayBrandenburg De