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Kein Streit um Worte, sondern um Inhalte

Kommentar von Martin Och, LSU (CDU)

Während französische Hetero-Paare auch eingetragene Partnerschaften als Alternative zur Ehe begründen können, bleibt Homosexuellen einzig die Partnerschaft. Ist es da nicht fairer, zu sagen: Partnerschaften sind nur für die einen da und Ehen nur für die anderen? Wir reden in Deutschland von zwei Rechtsinstituten, einfach weil die Voraussetzungen zu ihrer Begründung verschieden sind. Eine andere Form der Verbindung bekommt einen anderen Namen, schließlich sind Inhalte

wichtiger als Etiketten und man kann gleichwertige neue Begriffe schaffen ohne traditionelle aufweichen zu müssen. Oder sollen zukünftig auch Moscheen und Synagogen in „Kirchen“ umbenannt werden, nur um begriffliche Unterschiede zu verwischen, obwohl die Inhalte zweifellos verschieden sind? Zudem ist eine Ehe-Öffnung längst kein Garant für rechtliche Gleichstellung. So dürfen Schwule und Lesben in Portugal zwar die Ehe eingehen, die gemeinsame Adoption von Kindern bleibt ihnen aber verboten. In Großbritannien wurden die Partnerschaften der Ehe komplett gleichgestellt - bis auf die Bezeichnung. Gleiches streben wir als LSU in Deutschland an: kein Streit um Worte, sondern die Angleichung sowohl der Rechte als auch der Pflichten, inklusive aller steuerlichen Vorteile und der Gleichbehandlung in Adoptionsfragen.