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Auf die Straße gegen Sex-Fanatiker!

[Berlin] Genau ein Jahr nach dem Besuch des Papstes am 22. September 2011 zogen gestern radikale Abtreibungsgegner durch Berlin. Der „Marsch für das Leben“, zu dem der Bundesverband Lebensrecht deutschlandweit Teilnehmer zusammenrief, startete um 13 Uhr vor dem Bundeskanzleramt. Doch wie auch im letzten Jahr, als sich – auf Initiative des LSVD Berlin-Brandenburg und unter Leitung des CSD Berlin e. V. – tausende Menschen zu

einer lautstarken Gegendemonstration versammelten, wurde mittelalterlichem Gedankengut auch in diesem Jahr die Straße nicht widerspruchslos überlassen. Die Gegendemonstration unter dem Namen „Für Vielfalt und sexuelle Selbstbestimmung in Deuschland“ wurde vom Netzwerk Sexuelle Selbstbestimmung organisiert und startete 13.45 Uhr vor dem nahe gelegenen Brandenburger Tor. Unterstützt wurde sie vom LSVD, wie dessen Geschäftsführer Jörg Steinert  mit folgenden Worten erklärte: „Wir sind vor einem Jahr gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes auf die Straße gegangen. Die jetzige Kundgebung für sexuelle Selbstbestimmung ist da nur folgerichtig. Eine offene und freie Gesellschaft muss gegen jegliche Form von Extremismus offensiv Position beziehen". [Martin Bach]