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Sind Homo-Rechte keine Bürgerrechte?

[Sachsen] Abgeordnetenwatch.de ist eine Plattform für Bürger, die Politikern Fragen stellen wollen. Wie Christian Richter von der „Initiative 2=2“, die sich für die Gleichstellung Eingetragener Lebenspartnerschaften im sächsischen Landesrecht einsetzt. Vom ehemaligen DDR-Bürgerrechtler Arnold Vaatz, der für seinen

Dresdner Wahlkreis im Bundestag sitzt und zuvor Ministerposten in Sachsen bekleidete, wollte er wissen, ob dieser sich auch um Homo-Rechte kümmert. Immerhin ist er als stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag ja auch für Menschenrechte zuständig. Umso überraschender die homophobe Antwort: Deutschland leide Vaatz zufolge „nicht an einer Diskriminierung von Schwulen und Lesben“, „sondern an der Tatsache, dass zu wenige Kinder geboren“ würden. Deshalb bestünde für ihn "keine gesellschaftliche Notwendigkeit“, eingetragene Lebenspartnerschaften „genauso wie die Ehe mit Steuervergünstigungen zu unterstützen". [Martin Bach]