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Der Erfurter Wut-Brief

[Thüringen] Ende August flatterte ein offener Brief in der Staatskanzlei in Erfurt ein. Der thüringischen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht von der CDU, die seit 2009 eine große Koalition mit der SPD anführt, wurde darin mangelndes Engagement für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle, kurz LSBTI,

vorgeworfen. Die Adressaten, 15 thüringische Gruppen und Vereine unter Führung des Jenaer Vereins QueerWeg, die sich größtenteils oder zumindest entfernt mit queeren Themen beschäftigen, stellten außerdem Forderungen. Einerseits sollen die Ungleichbehandlungen Eingetragener Lebenspartnerschaften im Landesrecht beseitigt werden. Andererseits solle Thüringen auch die Gleichstellung in der Bundespolitik vorantreiben, z. B. über Bundesrats-Initiativen. Eine interessierte Rückmeldung des Regierungssprechers stellte nun einen Runden Tisch in Aussicht, in dem die Unterzeichner ihre homopolitischen Probleme und Wünsche vortragen können. [Martin Bach]