logo_gaybrandenburg

Cottbus Nazifrei

Das Bündnis „Cottbus Nazifrei!“ setzt sich zum Ziel, Menschen über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg zusammen zu führen, um anlässlich des Datums 15. Februar  eine breite, zivilgesellschaftliche Bewegung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz zu initiieren.
Der Konsens ist das friedliche, entschlossene und kontinuierliche Entgegentreten gegen jede Form von Rechtsextremismus in der Region.

66 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind in Deutschland immer mehr geschichtsrevisionistische Tendenzen zu beobachten. Auch in Cottbus versuchen Neonazis die Geschichte Jahr für Jahr zu verdrehen. Dabei wird systematisch verschwiegen, dass die Opfer des Bombardements auf Cottbus, Opfer des nationalsozialistischen Angriffskrieges sind. Auf diese Weise werden historische Tatsachen verdreht und das Gedenken der Opfer für nationalistische Zwecke missbraucht.

Wir, Bürgerinnen und Bürger der Stadt Cottbus, sind der Meinung, dass Neonazis, als die ideellen Nachfolger der menschenverachtenden Ideologie des dritten Reichs, kein Recht haben, im öffentlichen Raum ihr falsches, den Buchstaben des Grundgesetzes widersprechendes Geschichtsbild zu propagieren.

Deshalb stellen wir uns friedlich gegen die als „Trauermarsch“ getarnte Demonstration der NPD am 15. Februar in Cottbus.

Die Bündnisse „Brandenburg Nazifrei!“ und „Dresden Nazifrei!“ haben unter anderem in Bernau, Halbe und Dresden ähnliche Aufmärsche erfolgreich verhindert. Durch friedliche und bunte Blockaden gelang es der Zivilgesellschaft ein deutliches Zeichen gegen rechte Propaganda zu setzen. In Jena stellte sich Oberbürgermeister Schröter hinter den Protest und unterstützte persönlich die friedliche Sitzblockade. Vor wenigen Tagen forderte der regierende Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, nachdrücklich, endlich ein NPD-Verbot durchzusetzen.

Wir wollen an die Erfolge anderer Städte anknüpfen und auch in unserer Stadt der rechten Geschichtsverdrehung keinen Ort geben. Wir sind bunt und wir stellen uns den Nazis entgegen. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir solidarisieren uns mit allen, die sich dem Naziaufmarsch friedlich entgegen stellen.